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Fallakte · Schweden · 1946

Die Geisterraketen von 1946

Im Sommer 1946 meldeten Menschen in ganz Schweden und Skandinavien schnelle, raketenähnliche Objekte am Himmel. Die Welle löste eine geheime militärische Untersuchung aus – ein Jahr bevor der Begriff „fliegende Untertasse“ aufkam.

Eckdaten

Wann
Vor allem Mai–Dezember 1946, Höhepunkt im Sommer
Wo
Schweden, auch Finnland, Norwegen und Dänemark
Umfang
Fast tausend Meldungen an das schwedische Militär
Bekannter Vorfall
Kölmjärv-See, Norrbotten, 19. Juli 1946

Was gemeldet wurde

Zeugen beschrieben zigarren- oder raketenförmige Objekte, manchmal mit feurigem Schweif, oft lautlos. Der schwedische Verteidigungsstab rief die Bevölkerung zu Meldungen auf und setzte einen Untersuchungsausschuss ein.

Der Vorfall am Kölmjärv

Am 19. Juli 1946 sahen Zeugen ein Objekt in den Kölmjärv-See in Nordschweden stürzen. Das Militär durchsuchte den See, fand aber nichts.

Erklärungen

Damals vermuteten viele sowjetische Tests erbeuteter deutscher V-Waffen aus Peenemünde. Die schwedische Untersuchung kam zu dem Schluss, dass sich die meisten Meldungen als Meteore und andere Naturphänomene erklären ließen – der Sommer fiel mit aktiven Meteorströmen zusammen –, ein kleinerer Teil blieb jedoch ungeklärt.

Fragen

Waren die Geisterraketen sowjetische Raketen?

Dafür wurden nie Belege gefunden. Die meisten Meldungen wurden als Meteore oder Verwechslungen erklärt, ein kleiner Teil blieb ungeklärt.

Warum sind die Geisterraketen wichtig?

Sie gehören zu den ersten modernen UFO-Wellen und wurden als eine der ersten systematisch von einem europäischen Militär untersucht.

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