Eckdaten
- Wo
- Tal Hessdalen, Trøndelag, Norwegen
- Seit
- Beobachtungswelle ab Dezember 1981
- Projekt
- Project Hessdalen, gegründet 1983
- Station
- Automatische Messstation seit 1998
Die Beobachtungen
Im Dezember 1981 begannen Anwohner, seltsame Lichter über dem Tal zu melden – auf dem Höhepunkt 1984/85 bis zu 15–20 Beobachtungen pro Woche. Die Lichter waren weiß, gelb oder rot, bewegten sich langsam oder sehr schnell und waren manchmal über eine Stunde zu sehen.
Project Hessdalen
Das Projekt wurde 1983 von norwegischen und schwedischen UFO-Organisationen gemeinsam mit Forschern gegründet; seit den 1990er-Jahren arbeitet es mit der Høgskolen i Østfold und italienischen Forschern wie dem Astrophysiker Massimo Teodorani zusammen. 1998 wurde eine automatische Messstation – die „Blue Box“ – installiert, die Lichter mit Kameras, Radar, Spektrometern und elektromagnetischen Sensoren aufzeichnet.
Wissenschaftliche Theorien
Die führenden Hypothesen beschreiben die Lichter als natürliches Plasma: ionisiertes Gas oder Staubwolken, möglicherweise gespeist von piezoelektrischen Effekten aus quarzreichem Gestein oder von der Geologie des Tals als gigantischer Naturbatterie – kupferreiches Gestein auf der einen Seite, Eisen- und Zinkmineralien auf der anderen, der Fluss als Elektrolyt. Keine Theorie ist bewiesen; die Forschenden betonen, dass die Fragen offen sind.
Fragen
Sind die Lichter von Hessdalen erklärt?
Keine Erklärung ist bestätigt. Ein natürliches Plasmaphänomen gilt als wahrscheinlichste Hypothese, doch Energiequelle und Mechanismus sind weiter umstritten.
Kann man die Lichter heute noch sehen?
Beobachtungen sind viel seltener als in den 1980ern, doch die automatische Station zeichnet weiterhin vereinzelte Ereignisse auf, und Project Hessdalen veröffentlicht seine Daten offen.